Musikschule Südliche Bergstarße
Musikschule Südliche Bergstarße

Streicherklasse St.Leon-Rot

Optimale Förderung durch gemeinsamen Instrumentalunterricht.

Das Projekt „Streicherklasse“ ein vorbildliches Kooperationsmodell
zwischen der Mönschsbergschule St. Leon-Rot
und der Musikschule Südliche Bergstraße.

Das neue Schuljahr begann an der Mönchsbergschule mit einer kleinen Sensation.
Die Schüler der Klasse 2c bilden eine so genannte Streicherklasse,
in der 24 Kinder darin unterrichtet werden, gemeinsam Streichinstrumente zu spielen.Für Kinder dieser Alterstufe ist dies in Baden-Württemberg einmalig.

Bei dieser Art des Musizierens im Klassenverband stehen nicht nur Freude am Musizieren sowie das gemeinschaftliche Erleben von Musik im Mittelpunkt der besonderen Förderung, sondern vor allem auch die Stärkung des Selbstwertgefühls, die Schulung des Sozialverhaltens und die Persönlichkeitsentfaltung der Kinder.

 

Eine sechsjährige Langzeitstudie (so genannte Bastianstudie )
hat wissenschaftlich eindeutig belegt:
 

Qualifizierte Musikerziehung gewährleistet eine optimale Entfaltung der kindlichen Anlagen und verbessert die Konzentrationsfähigkeit der Kinder und jugendlichen signifikant.

Darüber hinaus bietet Musikerziehung eine gute Chance zur Verringerung von Aggression und Gewalt unter Kindern und Jugendlichen.

 

„Eine gemeinsame positive Musikerfahrung kann zum Schlüsselerlebnis werden, wenn es darum geht, unsere Jugend für ein gutes Sozialklima zu sensibilisieren“

resümierte Prof. Bastian am Ende seiner Studie.

Dieses Konzept wird in Deutschland seit etwa 15 Jahren an vielen weiterführenden Schulen erfolgreich eingesetzt.
Die Mönchsbergschule St. Leon-Rot ist jedoch die erste Grundschule in
Baden Württemberg, die sich in Zusammenarbeit mit einer Musikschule

an die Durchführung dieses ganz anders gearteten Musikunterricht wagt.

Die Violoncellistin Brygida Lorenz und der Komponist und Violinist
Timo Jouko Herrmann - beide Lehrkräfte an der Musikschule Südliche Bergstraße –

haben die Leitung dieses Projektes übernommen, an dessen Durchführung auch die Klassenlehrerin Simone Huber einbezogen ist.

Bereits im vergangenen Schuljahr konnten sich die Kinder nach mehrmaligen Ausprobieren zwischen Violine, Viola und Violoncello entscheiden.

In zwei Unterrichtsstunden pro Woche lernen die Schülerinnen und Schüler nun zunächst den Umgang mit den Instrumenten sowie musiktheoretische Grundlagen kennen, bevor die Instrumente Schritt für Schritt „erobert“ werden und die ersten einfachen Stücke im Ensemble erklingen können.

Besonderen Wert wird am Anfang auf rhythmische Übungen und konsequente Training der Feinmotorik gelegt.

Es ist erfreulich, dass dieser Musikunterricht in der Klasse 2c große Begeisterung auslöst.

Die kleinen Musiker freuen sich schon auf ihr erstes Konzert am 20. Januar 2006.

Die Ergebnisse des Projektes sollen, vor allem im Hinblick auf das Sozialverhalten, im Rahmen einer Diplomarbeit an der Hochschule für Sozialwesen Mannheim ausgewertet werden.

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